Dissociatives
Dissoziativa sind eine Klasse halluzinogener Substanzen, die durch eine veränderte Wahrnehmung sowie Gefühle der Losgelöstheit oder Entfremdung von sich selbst und der Umgebung gekennzeichnet sind.
Es wird angenommen, dass sie wirken, indem sie Signale des bewussten Geistes an Teile des zentralen Nervensystems stören oder blockieren. Dies könnte die häufig berichteten Gefühle der Trennung zwischen Geist und Körper bei der Erforschung von Dissoziativa erklären.
Die meisten heute auf dem RC-Markt erhältlichen Dissoziativa gehören zur chemischen Klasse der Arylcyclohexylamine. Diese bestehen aus einer Amin-Gruppe und einem aromatischen Ring, die an einen Cyclohexanring gebunden sind. Dissoziativa anderer Klassen befinden sich derzeit in Entwicklung – insbesondere für den deutschen Markt. Ob sie sich für Forschungszwecke eignen, bleibt jedoch abzuwarten.
Dissoziativa unterscheiden sich hinsichtlich des Verhältnisses von sedierenden zu stimulierenden Wirkungen. 2-FDCK (subjektiv das dem Ketamin – einem weit verbreiteten Allgemeinanästhetikum – ähnlichste RC-Dissoziativum) ist beispielsweise dafür bekannt, insbesondere in höheren Mengen eine deutlich sedierende Wirkung hervorzurufen. Dies wird vermutlich dadurch verursacht, dass es hauptsächlich als Antagonist an NMDA-Rezeptoren wirkt.
Am anderen Ende des Spektrums steht DMXE, das für seine stimulierenden und euphorisierenden Eigenschaften bekannt ist. Es wird allgemein angenommen, dass DMXE nicht nur als NMDA-Antagonist wirkt, sondern auch die Wiederaufnahme von Serotonin hemmt (SRI). Andere Dissoziativa wie PCP konnten in Studien an Ratten die Dopaminspiegel im präfrontalen Kortex erhöhen. Die pharmakologischen Wirkungen von Dissoziativa sind insgesamt vielfältig und komplex – dies sollte bei der Durchführung von Forschungsarbeiten stets berücksichtigt werden.
Bei sehr hohen Dosierungen (wobei die Definition einer „hohen Dosis“ selbstverständlich von der jeweiligen Substanz abhängt) berichten Anwender häufig von einem sogenannten „[Name des Dissoziativums]-Hole“. Dieser Zustand ist typischerweise durch einen vollständigen Verlust der motorischen Kontrolle, ein starkes Gefühl der Losgelöstheit vom eigenen Selbst – oft als Ego-Tod beschrieben – sowie durch außerkörperliche Erfahrungen gekennzeichnet. Während manche Personen diese Erfahrung als belastend empfinden, stellt das Erreichen des „Holes“ für andere das eigentliche Ziel ihrer Forschung dar.
Weitere Informationen zu 2-FDCK und DMXE findest du in unseren ausführlichen Ultimate Guides zu 2-FDCK und DMXE.